In Vorbereitung auf die landesweite Jobbörse für anerkannte Geflüchtete und subsidiär Schutzberechtigte am 23. Oktober 2019 im Wifi Salzburg zieht das Arbeitsmarktservice eine erfolgreiche Bilanz zur bisher geleisteten Arbeitsmarktintegration. „Der gemeinsame Erfolg basiert auf dem täglichen Engagement unserer BeraterInnen und der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit. Das durchgängige Konzept in Salzburg und das Integrationssteuerungsteam konnten hier einen wesentlichen Beitrag leisten und den Budgetkürzungen von 2018/2019 beim AMS entgegenwirken.“, so Jacqueline Beyer, Landesgeschäftsführerin AMS Salzburg. Im September 2019 waren 1.109 Geflüchtete beim AMS Salzburg arbeitslos vorgemerkt oder haben eine Schulung des AMS besucht. Das sind aktuell 10,2% aller arbeitslos vorgemerkten Personen und Schulungsteilnehmer/innen des AMS Salzburg. Im Bundesländervergleich ist Wien mit 63,3% aller Geflüchteten am meisten gefordert, in Salzburg werden 3,8% betreut.

Kontinuierlich steigende Arbeitsaufnahmen, gutes erstes Halbjahr 2019494 Geflüchtete haben in den ersten sechs Monaten 2019 in Salzburg bereits zu arbeiten begonnen. Ein erfreuliches kontinuierliches Wachstum über die letzten Jahre zeigt sich bei den Arbeitsaufnahmen. (siehe Grafik)

Arbeitsaufnahmen vorrangig in der Arbeitskräfteüberlassung und im Tourismus
Im ersten Halbjahr 2019 haben etwa ein Drittel der Geflüchteten bei Firmen der Arbeitskräfteüberlassung (meist Produktion und Hilfsarbeiten) und ein weiteres Drittel im Tourismus zu Arbeiten begonnen. Das restliche Drittel verteilt sich über andere Branchen. Über 75% der eingestellten Personen sind im Alter von 20 bis 40 Jahre, deren Herkunft Syrien oder Afghanistan ist, gefolgt von Somalia und Iran. Die Rückmeldungen der Unternehmen, die Geflüchtete beschäftigen, sind über alle Branchen hinweg sehr positiv. Eine enge und erfolgreiche Kooperation mit Wien pflegt das AMS Bischofshofen. Zahlreiche Vorzeigeprojekte wurden in Wien initiiert. Im Rahmen der überregionalen Vermittlung konnten schon 20 Lehrverträge von Wiener Konventionsflüchtlingen im Pongau unterschrieben werden.

Die Herausforderungen liegen in der Ausbildung
Über 80% der arbeitslos gemeldeten Geflüchteten haben als höchste Ausbildung einen Pflichtschulabschluss, weitere 2% einen Lehrabschluss. Die restlichen 18% haben eine mittlere bis akademische Ausbildung. Eine weitere Herausforderung ist die sprachliche Barriere und oftmals fehlende Mobilität. Aufgrund der wirtschaftlich guten Lage der letzten Monate konnten viele Personen ohne Berufsausbildung in Hilfsberufen (Produktion und Tourismus) bereits in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Landesweite Jobbörse-Veranstaltung am 23. Oktober 2019
in Kooperation mit dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und der Wirtschaftskammer Salzburg
Im Wifi Salzburg haben am Mi., 23. Oktober 2019 anerkannt geflüchtete und Personen mit Migrationshintergrund die Gelegenheit, sich bei 32 Betrieben vorzustellen. Seit Frühsommer laufen die Vorbereitungen seitens des AMS Salzburg auf Hochtouren. 70 MitarbeiterInnen haben in den letzten Monaten 900 Personen gescreent. Davon wurden 770 Personen für die 32 Betriebe mit rund 320 offenen Stellen eingeladen. “Das Potential dieser Menschen sichtbar zu machen, ist uns ein wichtiges Anliegen, um die Salzburger Wirtschaft mit dem dringend benötigten Personal zu unterstützen.“, so die AMS Landesgeschäftsführerin Jacqueline Beyer.